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Wie du im Alltag ruhiger wirst – ohne dein Leben umzukrempeln


Ruhiger werden im Alltag bedeutet nicht, immer entspannt zu sein oder Stress komplett zu vermeiden. Es bedeutet, dein Nervensystem zwischendurch zu entlasten, statt dauerhaft im inneren Alarmmodus zu bleiben. Die gute Nachricht: Dafür braucht es keine langen Meditationen, kein Yoga-Retreat und keine perfekte Morgenroutine.


Oft reichen kleine, bewusste Unterbrechungen, die deinem Körper signalisieren: Ich bin gerade sicher. Ich darf kurz runterfahren.



Warum wir uns im Alltag so schnell verlieren


Unser Alltag ist geprägt von:

  • ständiger Erreichbarkeit

  • Reizüberflutung

  • innerem Druck („Ich müsste noch…“)

  • wenig echten Pausen


Das Nervensystem unterscheidet dabei nicht, ob die Belastung „dramatisch“ oder „nur viel“ ist. Zu viel ist zu viel – und irgendwann reagiert der Körper mit Unruhe, Gereiztheit, Erschöpfung oder Schlafproblemen.


Ruhiger werden heißt also nicht, mental stärker zu sein, sondern physiologisch regulierter.


5 alltagstaugliche Wege zu mehr innerer Ruhe


1. Reduziere Tempo – nicht Aufgaben

Du musst nicht weniger tun. Aber langsamer:

  • langsamer gehen

  • langsamer sprechen

  • bewusster greifen, abstellen, aufstehen

Schon kleine Temporeduktion wirkt direkt beruhigend auf dein Nervensystem.


2. Erlaube dir Übergänge

Viele Menschen hetzen von Aufgabe zu Aufgabe. Besser: Mini-Übergänge einbauen.

Zum Beispiel:

  • 10 Sekunden still sitzen, bevor du das nächste beginnst

  • einmal bewusst aus dem Fenster schauen

  • Schultern locker lassen

Übergänge verhindern inneres „Überdrehen“.


3. Weniger Denken, mehr Spüren

Innere Ruhe entsteht nicht im Kopf, sondern im Körper.

Frage dich zwischendurch:

  • Wo berühren meine Füße den Boden?

  • Wie fühlt sich meine Kleidung auf der Haut an?

  • Wo ist gerade Spannung – und wo nicht?

Spüren holt dich sofort aus der Gedankenspirale.


4. Ersetze Druck durch Erlaubnis

Statt:

„Ich muss mich jetzt entspannen.“

Lieber

„Ich darf gerade so sein, wie ich bin.“


Paradoxerweise entsteht genau dann Ruhe.


5. Regelmäßigkeit schlägt Intensität

Lieber mehrmals täglich kleine Ruheimpulse als einmal pro Woche „richtig entspannen wollen“.

Dein Nervensystem lernt durch Wiederholung, nicht durch Zwang.


Kurzanleitung: 60-Sekunden-Reset für mehr Ruhe


Diese Übung kannst du überall machen – im Büro, im Auto, zuhause.


So geht’s:

  1. Setz oder stell dich stabil hin

  2. Lege eine Hand auf den Bauch oder die Brust

  3. Atme ruhig ein und aus – ohne etwas zu verändern

  4. Spüre für 3 Atemzüge den Kontakt deines Körpers mit dem Untergrund

  5. Sag innerlich: „Für diesen Moment passt alles für mich.“

Mehr brauchst du nicht. Kein Ziel. Kein „richtig“. Nur ein kurzes Ankommen.


Zum Mitnehmen

Innere Ruhe ist kein Zustand, den man erreicht. Sie ist etwas, das man immer wieder einlädt – in kleinen Momenten.


Je öfter du deinem Nervensystem zeigst, dass es Pausen geben darf, desto ruhiger wird dein Alltag ganz automatisch.


✨ Weniger kämpfen.✨ Mehr spüren.✨ Schritt für Schritt ruhiger werden.


Katrin, Mittelfranken entspannt

 
 
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