❄️ Wir warten auf Sonne – und draußen liegt immer noch Schnee❄️
- Katrin Bench
- vor 2 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Es ist Februar in Mittelfranken. Die Landschaft wirkt still. Weiß. Gedämpft.
Und viele von uns denken:
„Ich kann den Winter nicht mehr sehen. Ich brauche Sonne.“
Doch was passiert eigentlich innerlich, wenn wir auf etwas warten, das noch nicht da ist?

Winter im Außen – Unruhe im Innen
Wenn der Schnee bleibt und die Sonne sich rar macht, reagieren nicht nur unsere Augen, sondern auch unser Nervensystem.
Weniger Licht bedeutet:
weniger Serotonin
geringere Aktivierung
mehr Müdigkeit
mehr Grübeln
mehr Sehnsucht nach „endlich anders“
Viele Menschen spüren in dieser Phase:
innere Unzufriedenheit
Antriebsschwankungen
erhöhte Reizbarkeit
das Gefühl von Stillstand
Und genau hier beginnt etwas Spannendes.
Was, wenn der Winter kein Fehler ist?
Wir leben in einer Gesellschaft, die auf Dauer-Sommer programmiert ist:
Leistung. Energie. Motivation. Wachstum.
Doch die Natur macht es anders.
Der Winter ist kein Stillstand. Er ist Integration.
Unter dem Schnee geschieht bereits Entwicklung. Wurzeln stabilisieren sich. Samen sammeln Kraft. Und vielleicht gilt das auch für dich.
Die Psychologie des Wartens
Warten fühlt sich oft wie Kontrollverlust an. Doch neurologisch betrachtet passiert etwas anderes:
Wenn wir akzeptieren, dass eine Phase gerade nicht beschleunigt werden kann ,wechselt unser System vom Kampfmodus in Regulation.
Das ist kein Aufgeben. Das ist Reifung.
Die Frage ist nicht: „Wann kommt endlich die Sonne?“
Sondern: „Was darf in mir gerade still wachsen?“
Drei Impulse für deinen inneren Winter
1. Licht von innen aktivieren
Auch ohne Sonne kannst du dein System regulieren:
morgens bewusst ans Fenster treten
4-2-6-Atmung
10 Minuten Bewegung an der frischen Luft
2. Erwartungen überprüfen
Musst du gerade wirklich „funktionieren“? Oder darf diese Phase ruhiger sein?
3. Schneelandschaft neu sehen
Schnee dämpft Geräusche. Schnee verlangsamt. Schnee schafft Klarheit in Konturen. Vielleicht ist diese Zeit eine Einladung zur inneren Sortierung.
Vielleicht warten wir nicht auf Sonne.
Vielleicht bereiten wir uns auf sie vor. Die Sonne kommt. Ganz sicher.
Aber bis dahin darf dein Nervensystem lernen, auch im Grau stabil zu bleiben.
Und genau das ist echte Resilienz.
Für mehr innere Balance, unabhängig vom Wetter.
Katrin Bench, Mittelfranken entspannt



